Am Ende

In der langen Nacht

hoffen wir das Beste.

Wir drehen das Jahr in unseren Händen

und beten still,

ob wir glauben oder nicht.

Die Einsamen steh’n an Fenstern, blicken

auf die Straßen voller Nichts

und erinnern sich an sich.

Die Jungen schätzen nur die Schätze.

In dieser einen Nacht

hebt ein Jeder sich aus sich heraus,

zeigt einen Winkel von seiner Seele,

ob sie schreit oder lacht oder schweigt.

Am Ende

gibt es so viele lange Nächte wie Seelen.

Am Ende

ist die längste Nacht kalt und hell und weich und warm und trocken und dunkel

und niemals wie zuvor.

 

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