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Die Rückkehr der Schweigsamkeit

Ruhig und gleichmäßig schlagen blaue Wellen um mich herum an deine Klippen.

Ich sitze und lausche.

Knarrend schaukelt mein Floß neben dir her,

stößt an deine scharfen Kanten und wetzt sich ab. Uns gegenüber

zeigt sich in seiner purpurnen Größe allüberragend der Horizont. Verloschene Sternlaternen

baumeln an goldenen Ketten, rieseln ihre Asche auf uns herab.

Jeder Windstoß lässt mich frieren.

Dich habe ich auf Kissen gebettet und unter bunte Decken gelegt.

Langsam erhebe ich mich, suche mein Gleichgewicht auf der schaukelnden See, schließe deine träumenden Augen

und lösche die letzte Laterne.

Dunkelheit senkt sich auf unsere Häupter.

Ich löse mein Floß von den Klippen, stoße mich ab —

schon morgen wird der Himmel dir ein anderer sein.

Und auch ich werde neue Farben finden (dich zu malen) …

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