Lyrik

Wortgewalt

Wörter greifen zu Gedanken,

umwinden ihrer Körper Flanken

bis trappelnd und schleppend und kollernd und schleichend

durch meine inneren Räume, – die in Alltag geweichten – vis verbarum sie treibt, bis ich überschäume.

Zur Feder, dem Abbild in Plastik und grau, treibt mein Streben sie an, führt die Finger genau.

Im Sprudel, im Bach, im reißenden Fluss schleudre Lettern ich aus,

weil ich will.

– Weil ich muss?

Vertraue der Muse, die lächelnd und hoch an der Schulter mir steht, eine Hand auf dem Joch der Berufung,

die immer wieder mich quält, an mir zurrt, an mir reißt, mich verändert, mir Wunsch, Traum und Hoffnung verheißt,

die rauschend und wild meine Bahnen durchzieht, voller Kraft in mir strahlt, scheinbar niemals versiegt.

Die den Frieden mir schenkt,

wie nur sie es vermag,

Nach dem Trip, den ein einziges Wort in sich barg.