Literatur, Lyrik

Frische Brise

Verlegte Gedanken
tauchen aus dem Blau der glatten See,
wittern den Sommer.
In einem Sprung 
schnellt Leben
aus heller Gischt.
Fern an harten Klippen
liegen Zerwürfnisse,
vergessen, unter Seetang und Sand.
Hier, auf Wellenkämmen,
inmitten der blauen Frische,
kennt nichts mehr 
die alte Dürre.
Lyrik, Poesie

Vom Verschwinden eines unsichtbaren Gottes

Die fleischgewordene
Unstimmigkeit der Gier
liegt in Zuckungen am
blutverschmierten Boden der Allmenschlichkeit.
Nach der Schlacht.
Großmächtig sitzt ein Gott,
seufzt tief in seinen einsamen
Furchen der Verbannung.
Nichts hilft,
nichts ruft nach ihm,
hinunter in seine selbsterbaute Hölle.
Prophezeiung, dass er fiel.
Selbsterkenntnis,
als er schwindet.
Im Dunkel verweht, wie nie gewesen.