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Monat: Februar 2016

Frische Brise

Verlegte Gedanken tauchen aus dem Blau der glatten See, wittern den Sommer. In einem Sprung  schnellt Leben aus heller Gischt. Fern an harten Klippen liegen Zerwürfnisse, vergessen, unter Seetang und Sand. Hier, auf Wellenkämmen, inmitten der blauen Frische, kennt nichts mehr  die alte Dürre.

Haiku XCV

Helles Blau, angestrahlt aus Tiefen. Am Weltenrand.

Vom Verschwinden eines unsichtbaren Gottes

Die fleischgewordene Unstimmigkeit der Gier liegt in Zuckungen am blutverschmierten Boden der Allmenschlichkeit. Nach der Schlacht. Großmächtig sitzt ein Gott, seufzt tief in seinen einsamen Furchen der Verbannung. Nichts hilft, nichts ruft nach ihm, hinunter in seine selbsterbaute Hölle. Prophezeiung, dass er fiel. Selbsterkenntnis, als er schwindet. Im Dunkel verweht, wie nie gewesen.

Haiku XCIV

Singende Straße, Tropfentrommeln auf der Haut. Geistreisen.

Haiku XCIII

Durch Baumes Höhle Hinein in die Ewigkeit. Im Innern ist Traum.