Gedicht

Im Nachtgrau des bevorstehenden Sonnenaufstiegs
erschien mir ein Vers
wie fallende Blätter und Winterhauch.
Noch vor dem ersten Lidschlag
entkam er mir.
Und ich lag nur da.

November

Sonnenmittagslicht blinzelt durch Spinnennetztropfen im Weißdorn.
November.
Welk stehen blassgelbe Rosenblattreste dem hellrotgetünchten Marienkäferpaar gegenüber.
November.
Was bringst du, wenn Frost, Wind und Kälte dich noch nicht ereilten?
November,
ist denn auch 
für dich 
das Jahr 
zu
 kurz?
Tiefblaumelancholische Regentage sah ich einst in deinen Gefilden.
November.
Verlässlich war deine grimmgraue Miene am Vorwinterabend mir je.
Und nun?
November,
was wird 
aus dir,
und mir,
aus 
uns?
 Ist es
aus mit uns?
Wenn du meinen Drachen nicht hebst,
meine Haare nicht zaust,
meine Jacke nicht wehst,
meine Wangen nicht kühlst,
meine Tiefen nicht mehr verdunkeln willst,
meine Seele nicht mehr mit Regen spülst,
November?