Sommerabend

Es fühlt sich matt und ausgewrungen
der Sommer an
in seinen letzten Tagen.
Hinter uns hat kein Tag eine Chance
etwas zu sein.
Nur vorn, wo Nebelfelder
den Geist in blasse Netze zieh’n,
darf helles Licht
durch Blättergitter rieseln, entfernt.
Des Nachts der Sterne Muster
strahlt weißer nun,
so scheint’s. Des Tags verliert 
der Beeren Süße sich in Summen, vergor’n.
Und keine Härte bleibt, nichts Grelles
und nichts Lautes.
Nur Weiche, Sanftheit, Schweben.
Verlornes Hasten,
gefundenes Lauschen und Horchen im Sein.
 

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